Talrundweg Kals am Grossglockner

Wandern
Gebirgsgruppe: Talbereich Kals am Grossglockner
Streckenlänge: 19,5 Km
Gehzeit: gesamt 6-7 Stunden, Etappen jeweils 1-2 Stunden
Schwierigkeit: Schwierigkeit
Kondition: Kondition
Beschreibung:

Talrundweg Kals am GroßglocknerZur Begehung des rund 19,5 km langen Talrundweges Kals laden die liebevoll gestalteten und mit Informationstafeln und Wanderkarten versehenen Einstiegsstellen. Diese befinden sich an der Knopfbrücke nahe Arnig, in Lesach bei der Brücke, am Talschluß in der Fraktion Taurer vor dem Talschuß in das Dorfertal, in Großdorf/Tembler und in Kals/Glor.Sechs bis sieben Stunden kann die reine Gehzeit der gesamten Rundtour betragen, lässt sich aber in einzelne Etappen gliedern, mit beliebigen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. An mehreren Aussichtsstellen sind Rastplätze mit rustikalen Glocknersesseln eingerichtet und mit Informationstafeln versehen. Zahlreiche Brunnen spenden kristallklares Trinkwasser auf dem insgesamt unschwierigen, sorgsam instandgehaltenen Talrundweg Kals. Maßvolle Höhenunterschiede sind für alle Altersgruppen ein leicht zumutbares und empfehlenswertes Vorhaben. Parkplätze sind an allen Einstiegsstellen zu finden.


Beispiele für Etappen:

Taurer - Tembler - Lana (ca. 1 1/2 Stunden):Talrundweg Kals am Großglockner
Z.b. vom Einstieg Taurer aus beginnend, findet sich  schon nahe der Lauschplatz Gschlöß mit einem die Berge spiegelden Weiher, einem Biotop und einem Spielplatz. Auf dem Talweg weiter folgen wir dem Rauschen des Baches talwärts, vorbei am Feriendorf Gradonna zum Rastplatz Schoberblick. Die Situierung liegt direkt über Großdorf mit gutem Ausblick und in einer der Gunstlagen des Kalsertales, dessen Geländeformen unübersehbar eiszeitlich geprägt sind. Das heutige harmonische Ineinander von Siedlungsraum und Kulturlandschaft wurde über viele Bergbauerngenerationen gestaltet. Wie auch anderswo in Kals weisen viele Häuser eine unvergleichliche bäuerliche Haus- und Hoftradition auf: die schmuckvollen Fenster- und Türrahmungen, die kunstsinnig verzierten Dachstirne und individuell gestaltete Balkone mit dem unverzichtbaren Blumenschmuck im Sommer. Dem Weg weiter folgend, immer den wunderschönen Talkessel vor Augen, vorbei am Einstieg Tembler, erreicht man später, leicht abfallend den Ortsteil Lana, 1304 m. Dort finden wir die Lourdeskapelle mit der Muttergottes in der Tuffsteingrotte und kommen anschließend zum Einstieg Lana an der Lanabrücke.

 

Lana - Arnig - Lesach (ca.  2 Stunden)Talrundweg Kals am Großglockner
Beim  Einstieg Lana am Kalserbach die rechte Uferseite entlang, von Weiden, Birken, Tamarisken gesäumt, tauchen wir in das Wassererlebnis des vorherrschenden Talbaches ein. Abwechslung verbürgen der Rastplatz  Fischteich, stille Biotope, Grundwassertümpel und vieles mehr. Die keineswegs leblosen Schotterfluren auf der anderen Bachseite  bereichert ein Aussichtsturm, ein Grillplatz und ein Kalkofen als stummer Zeuge lang verflogener Zeiten. Nach dem überdachten Libenetsteg ist bald die Knopfbrücke an der Landesstraße erreicht, der Einstieg Arnig, vor dem anschließend etwas ansteigenden alten Arnigerweg bis in den südlich gelegenen Weiler Arnig,  1311 m. Dort wurde beim Holzschnitzbach, nahe beim Petronilla Wegkreuz die Jagglermühle restauriert und ein Wassererlebnisplatz errichtet. Wieder nordwärts zur Knopfbrücke und über den Uferweg Lesachgries gelangen wir zum Einstieg Lesach-Brücke, dort erwartet uns eine kleine Kneippanlage und ein großer Kinderspielplatz.

 

Lesach - Hängebrücke - Glor (ca. 2 Stunden)Talrundweg Kals am Großglockner
Beim Einstieg Lesach-Brücke führt der Talrundweg als Waldsteig weiter in Kehren und teils auf bequemen Treppen etwa 15 min. empor. Der Wanderweg verflacht am Almweg ins Lesachtal, ehe wir auf der Sagbrücke den aus der Schobergruppe heraneilenden Lesachbach auf die orografisch rechte Uferseite übersetzen. Uralte Steinmauern festigen diesen Bereich mit schattenliebenden Moosen und den in den Steinfugen haltsuchenden Tüpfelfarnen. Als wahre Promenade schwenkt der Weg weiter talauswärts fort, und man sollte sich Zeit und Aufmerksamkeit für die wunderbare Vegetation entlang der hangseitigen Trockensteinmauern gönnen.

Auf etwas breiterem, grasbewachsenen Weg erreichen wir auf einer Hangkanzel die kleine Bergsiedlung Oberlesach, 1526 m. Stattliche Bauernhäuser, die in alter Bausubstanz von lebendiger Schönheit geblieben sind, reihen sich vor der Kulisse des Glödis, ein altbekanntes Fotomotiv bietend. Zum Hören und Beobachten lädt sie die von Oberlesach fortführende Wegetappe ein. Von rustikalen "Glocknersesseln" und Infotafeln blicken wir vom Panoramarastplatz in das Pfarrdorf Ködnitz, das allgemein als Kals gilt.

Weiter umschließt den Wanderer der Waldschatten, der sich langsam durchlichtet, und wiederum den Rastplatz Kremertal mit Trinkwasserbrunnen freigibt. Noch eine kurze Wegstrecke, und wir erreichen die neu errichtete Hängebrücke. 55m lang und 28m hoch, werfen wir doch gerne einen schaudernden Blick nach unten. Ohne diese zu überqueren, können wir den Weiler Kals/Glor in ca. 15 min. bergabwärts über den Schotterweg erreichen.

 

Glor - Hängebrücke - Burg - Taurer  (ca. 2 1/2 Stunden)Talrundweg Kals am Großglockner
Vom Einstieg Glor in ca. 15 min zu erreichen ist die Hängebrücke. Eine breite Schlucht klafft über graufarbenem Schotter- und Blockgeschiebe, die der von Zeit zu Zeit ungestüme Ködnitzbach an die zum Schutz der bergab lagernden Siedlungen Glor und Kals errichtete Geschiebesperre angeschwemmt hat. Eine 55m lange und 28m hohe, aus Metallelementen gefertigte, solide in Fels verankerte Hängebrücke überquert die Klamm und den besonders bei Schneeschmelze und nach Regenschauern brausenden Gletscherbach, der aus dem Glocknermassiv gespeist wird. Ein wahrlich betörender Tiefblick, ein spürbar schneller Herzschlag, dann noch ein Foto der uns Nachfolgenden, auf dem schmalen, leicht schwankenden Steg.

Über einige zaungesäumte Steilkehren erreichen wir wiederum einen lichtdämpfenden Waldweg, ein ebenes Dahinbummeln in der Heimstätte für Hasen, Füchse und Rehe. Ein Stück auf der alten Lucknerhausstraße, dann zweigen wir links hangwärts ab. Eben und erholsam schlängelt sich der Weg am Waldhang dahin, ehe wir auf  blütenreichen Wiesen an einem sonnenverbrannten Stadel vorbeikommen und wenige Minuten später die Kalser Glocknerstraße queren. Dort bei Ranggetin gewährt uns ein liebevoll gestalteter Rastplatz einen erhabenen Ausblick auf den Talkessel.

Vis a vis der Straße den Talrundweg weiter folgend, tauchen wir in das Bannwalddunkel, wo im typisch hüfthohen Unterwuchs lilafarbene Clematis sich festranken und nahe der Feldflur vereinzelt  Berberitzen und roter Holunder wachsen. Auch der Ortsteil Burg,1445 m, verdient einen kurzen Aufenthalt, wo im Wechselspiel von Natur und Kultur die kleinräumige Vielfalt auf Hof und Flur einen ganz eigenen Lebensraum durch harte Handarbeit geschaffen haben. Bei Burg, auf einem nacheiszeitlichen Bergsturz gelegen, weisen die ältesten menschlichen Spuren im Kalsertal in die Jungsteinzeit. Auf einer vorgeschichtlichen Kultstätte wurde 1978 die geheimnisvolle Felsenkapelle errichtet und der Rosenkranzkönigin geweiht.

Auf einem weiter fortsetzenden Waldsteig geht es zu den stattlichen Anwesen beim Taurer,1500m,  wo wir die Beschreitung des Kalser Talrundweges abschließen.

End- und zugleich Ausgangspunkt ist wiederum der Parkplatz Dorfertal.

Wegbeschaffenheit:
  • Schotterweg
  • Steig
  • Wiesenweg
Ausgangsort, Parkmöglichkeit: an allen Einstiegstellen, siehe Plan
Charakter, Tipp:

familiengerechter Erlebnis- und Themenweg

Hütten / Einkehrmöglichkeit:
Kartenmaterial: Broschüre Talrundwg Kals, Wanderführer Kals am Großglockner

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